Palettentausch nicht mehr zum Nulltarif - DSLV präsentiert Kostenstudie


Die Europalette als Transport- und Ladehilfsmittel hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Jedoch steigen auf Seiten der Spediteure die Kosten des Palettentausches kontinuierlich an. Das offene Tauschsystem verursacht beispielsweise hohe

Administrationskosten für das Führen von Palettenkonten sowie steigende Aufwendungen der Spediteure für Ersatzbeschaffungen durch mangelnde Palettenqualitäten. Allerdings liegt bisher keine Transparenz sämtlicher durch den Tausch anfallenden Kosten vor.

Die Aufgabenstellung des Projektes war eine Kostenanalyse zum aktuellen Palettentauschverfahren. Der Schwerpunkt der Analyse lag hierbei auf den Belastungen, die Spediteure im Sammelgutbereich tragen. Das Ziel war die verursachungsgerechte Zuteilung der Kosten, d. h. Schaffung von Transparenz bezüglich der Höhe und des Entstehungsortes der Aufwendungen. Die Bewertung erfolgte sowohl für die Europalette als auch für die Gitterbox. Hierzu wurde mittels eines umfangreichen Fragebogens eine Datenerhebung durchgeführt, an der insgesamt 34 Speditionen teilnahmen. Diese stammten aus dem Bereich der Stückgutkooperationen, der mittelständischen Sammelgutspedition und er Konzerne und bilden einen repräsentativen Querschnitt durch das betroffene Speditionsgewerbe. 

Die Studie zeigt, dass Spediteure durch das Palettentauschverfahren deutlich belastet werden. Hierbei sind die wesentlichen Kostentreiber der Aufwand für Ersatz und Reparatur sowie die Administrationskosten. Die Kosten offener Forderungen, die Kosten des physischen Handlings sowie die Kosten für zusätzliche Transporte für Ausgleichsfahrten und zweite Anfahrten machen einen geringeren Anteil an den Gesamtkosten aus.

Durchschnittlich entstehen einem Spediteur durch das Palettentauschverfahren Kosten in Höhe von 2,49 € bis 3,01 € pro Palette je Umlauf, wobei sich Spediteure mit höheren Qualitätsanforderungen im oberen Bereich des Intervalls befinden.

 

Datum: 23.01.2009

Quelle: DSLV Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.




Lkw-Maut soll auch nach Fahrzeiten und Staustrecken gestaffelt werden


15.07.08 | Die Lkw-Maut soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee von 2010 an auch nach Fahrzeiten und Staustrecken gestaffelt werden.

Wer dann zu Hauptverkehrszeiten auf vielbefahrenen Autobahnstrecken fahre und so zu Staus beitrage, solle höhere Autobahn-Gebühren zahlen, teilte Tiefensee mit. Unter dem Strich solle sich das aber so ausgleichen, dass es im Durchschnitt bei der für 2009 geplanten Maut-Anhebung von 13,5 auf 16,3 Cent pro km bleibt.
Die Mautpläne sind Teil des Masterplans Güterverkehr und Logistik, den das Bundeskabinett beschließen will und den Tiefensee nach scharfer Kritik von Wirtschaftsverbänden überarbeiten ließ. Eine zunächst geplante kilometerabhängige Mautstaffelung, die bei längeren Strecken mit höheren Gebührensätzen zugreift, ist danach vom Tisch.
Teil des Pakets zur Vermeidung eines drohenden Verkehrsinfarkts sind der verstärkte Einsatz von Verkehrsleitsystemen, mehr Lkw-Parkplätze an Autobahnen und ein mit den Ländern abgestimmtes Baustellen-Management.

 

 

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Bei Frachtkosten werden Preissteigerungen erwartet


Im deutschen Straßen- und Schienengüterverkehr, bei interkontinentaler Luftfracht nach Europa, Nordamerika und in Richtung Asien/Pazifik sowie bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) wird im kommenden halben Jahr mehrheitlich mit Preissteigerungen gerechnet. Dies ist das Ergebnis des aktuellen TransportmarktBarometers ProgTrans/ZEW, einer Befragung von 300 Spitzenkräften aus der Transport- und der verladenden Wirtschaft zu ihren Erwartungen bezüglich der Entwicklung von Preisen und Transportaufkommen im kommenden halben Jahr, die von der ProgTrans AG, Basel, und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im dritten Quartal 2007 durchgeführt wurde.

Die Preisentwicklung auf Sicht von sechs Monaten schätzen die befragten Experten für die einzelnen Transportzweige und -relationen im Ausmaß wie in der Entwicklungstendenz teilweise recht unterschiedlich ein. Dies erklärt sich vor allem daraus, dass bestimmte Transportzweige von einzelnen Kostenfaktoren wie Dieselpreisen, Arbeitskosten oder Sonderabgaben stärker betroffen sind als andere. Immerhin liegen die Dieselkraftstoffpreise aktuell auf einem nominellen Höchststand. Bei den Arbeitskosten wird auf Straße wie Schiene immer noch über das Ausmaß des Anstiegs und darüber, wer die Kostensteigerungen tragen soll, diskutiert. Und im Luftverkehr wurde der Kerosinzuschlag wieder erhöht, während im Seeverkehr mit Fernost vom 1. August bis 15. November 2007 die "Peak Season Surcharge" erhoben wird, ein zusätzlicher Preisaufschlag in Zeiten hohen Ladungsaufkommens.

Die Einschätzungen der Experten zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr zeugen von einer gewissen Verunsicherung hinsichtlich der weiteren Konjunktur- und Außenhandelsentwicklung als den wesentlichen Bestimmungsgrößen der Transportnachfrage. Im Straßen- und Schienengüterverkehr gehen die Experten bei den Binnen- und Westeuroparelationen von geringeren Mengenzuwächsen als im Vorquartal aus, wobei im Schienenverkehr die angekündigten Streiks bei der Deutsche Bahn AG die Einschätzungen beeinflusst haben dürften. Bei KEP-Sendungen vor allem in den grenzüberschreitenden Relationen und bei der Luft- und Seefracht vor allem in der Asien-/Pazifik-Relation werden dagegen deutliche Mengenzuwächse erwartet. Die Perspektiven der Binnenschifffahrt werden erheblich günstiger eingeschätzt als in früheren Umfragen, die für den Kombinierten Verkehr etwas zurückhaltender.

Das TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW:
Die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 300 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der Verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose dazu gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Transportaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.

 

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Die Europalette als Transport- und Ladehilfsmittel hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Jedoch steigen auf Seiten der Spediteure die Kosten des Palettentausches kontinuierlich an. [mehr...]

 




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"Die Tat unterscheidet

das Ziel vom Traum."  

 

 




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